Vom ersten Sneaker-Resell bis hin zu einem klar strukturierten E-Commerce-Business: Ben zeigt, wie wichtig Zahlen, Disziplin und die richtige Denkweise im Reselling sind. In diesem Interview spricht er über seinen Weg, seine größten Learnings und warum viele Anfänger genau an den gleichen Punkten scheitern.
Einstieg & Background
KETER: "Du bist schon lange Teil von KETER – wie bist du ursprünglich auf die Gruppe aufmerksam geworden?"
BEN: "Ich bin durch fakeflip auf KETER gestoßen. Ab dem Moment war ich drin – und bin es bis heute geblieben."
Entwicklung über Zeit
KETER: "Wenn du auf deine Entwicklung zurückblickst – was hat sich in deinem Reselling-Ansatz am meisten verändert?"
BEN: "Am Anfang war alles sehr chaotisch – man nimmt mit, was geht, ohne wirklich zu verstehen warum. Heute ist das komplett anders. Ich entscheide schneller, rationaler und immer auf Basis von Zahlen. Der größte Shift war zu verstehen, dass Marge und Menge beide stimmen müssen. Nur einen der beiden Faktoren im Blick zu haben, kostet am Ende Geld."
Erste Schritte
KETER: "Wie sah dein Einstieg ins Reselling aus und womit hast du damals begonnen?"
BEN: "Meine ersten Schritte waren mit Sneakern – das war noch eine Zeit, in der die Margen wirklich wild waren. Viel Trial and Error, aber genau das hat mir geholfen zu verstehen, wie das Spiel funktioniert. Irgendwann ist der Markt eingeschlafen und ich hab eine Pause gemacht. Den richtigen Neustart hab ich dann im Q4 2025 gemacht, diesmal mit deutlich mehr Struktur."
Strategien
KETER: "Was sind aus deiner Sicht die wichtigsten Faktoren, um konstant profitable Deals zu finden?"
BEN: "Geschwindigkeit und Selektivität. Ich schau mir nur Deals an, die wirklich passen – saubere Marge, nachweisbare Nachfrage, schnelle Abwicklung. Emotional kaufen ist der schnellste Weg, Geld zu verlieren. Wenn die Zahlen nicht stimmen, ist es kein Deal – egal wie gut es sich anfühlt."
Einfluss von KETER
KETER: "Welche Rolle spielt KETER heute für dein tägliches Reselling?"
BEN: "Eine große. Ich bin auch während meiner Pause in KETER drin geblieben, hab die Pings weiter verfolgt und den Markt beobachtet. Als ich wieder gestartet bin, war das deshalb kein Kaltstart. Die Pings helfen mir täglich, schnell zu reagieren und die wirklich relevanten Deals nicht zu verpassen."
Fehler & Learnings
KETER: "Gab es Fehler, die dich besonders geprägt haben, und was hast du daraus mitgenommen?"
BEN: "Ich hab am Anfang Produkte zu günstig verkauft und bei guten Deals zu wenig eingekauft. Beides kostet – entweder direkt über die Marge oder weil du zu wenig vom richtigen Produkt hattest. Heute achte ich auf beides gleichzeitig. Fehler gehören dazu, aber man muss sie auch als solche erkennen und nicht zweimal denselben machen."
Startkapital & Wachstum
KETER: "Mit welchem Kapital bist du gestartet und wie hat sich das über die Zeit entwickelt?"
BEN: "Ich hab klein angefangen – kein riesiges Budget, einfach das, was da war. Der Schlüssel war, Gewinne konsequent reinzuinvestieren und nicht direkt rauszuziehen. So wächst das Kapital automatisch mit der Zeit. Das Prinzip klingt simpel, aber die meisten halten es nicht durch."
Marktplätze
KETER: "Welche Plattformen nutzt du aktuell hauptsächlich für deine Verkäufe?"
BEN: "Aktuell hauptsächlich eBay – gute Basis, schnelle Abwicklung, überschaubar. Amazon kommt als nächster Schritt, weil die Skalierungsmöglichkeiten dort einfach eine andere Dimension sind. Darauf freu ich mich."
Alltag & Leben neben dem Reselling
KETER: "Wie integrierst du Reselling in deinen Alltag und was hat sich dadurch verändert?"
BEN: "Ich bin noch in der Ausbildung, Reselling läuft parallel dazu. Was sich verändert hat, ist die Denkweise – ich denke kaufmännischer, plane voraus und nehme finanzielle Entscheidungen ernster. Das merke ich nicht nur im Business, sondern auch im Alltag. Reselling hat mich gezwungen, früh erwachsen zu werden, und das war gut so."
Advice für Anfänger
KETER: "Welchen Tipp würdest du Einsteigern geben, die heute mit Reselling starten wollen?"
BEN: "Einfach anfangen und Ergebnisse liefern – nicht reden. Ich musste das meinem Umfeld erstmal beweisen, bevor ich richtig loslegen konnte. Das war im Nachhinein aber gar nicht schlecht, weil es mich gezwungen hat, von Anfang an ernsthaft ranzugehen. Wer Reselling ernst nimmt, wird auch ernst genommen. Und dann: klein anfangen, jeden Deal als Learning sehen, Gewinne reinvestieren – und nicht aufhören, wenn’s mal nicht läuft."
